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Sonntag, 23. November 2014

Rezension zu "Morgen kommt ein neuer Himmel" von Lori Nelson Spielman



Titel: Morgen kommt ein neuer Himmel [Originaltitel: The Life List]
Autor: Lori Nelson Spielman
Preis: 14,99€ [D]; 15,50€ [A]
Seitenanzahl: 361
Meine Wertung: Vier Seifenblasen
Verlag: Krüger
ISBN: 978-3-8105-1330-4
Will ich kaufen!


Wer verscheucht die Monster aus unseren Albträumen?
Wer tröstet uns bei Liebeskummer?
Und wer kennt uns besser, als wir uns selber kennen?

Als Brett 14 Jahre alt war, hatte sie noch große Pläne für ihr Leben, festgehalten auf einer Liste mit Lebenszielen. Heute, mit 34 Jahren, ist die Liste vergessen und Brett mit dem zufrieden, was sie hat: einen Freund, einen Job, eine schicke Wohnung.
Doch als ihre Mutter Elizabeth stirbt, taucht die Liste wieder auf: Aus dem Mülleimer gefischt, hat ihre Mutter die Liste aufgehoben, und deren Erfüllung zur Bedingung gemacht, damit Brett ihr Erbe erhält – und zwar innerhalb von 12 Monaten.

Aber Brett ist nicht mehr das Mädchen von damals. Ein Baby bekommen? Das hat sie schon lange ad acta gelegt. Ein Pferd kaufen? In ihrer Wohnung sind nicht mal Haustiere erlaubt. Eine gute Beziehung zu ihrem Vater aufbauen? Ha – der ist seit sieben Jahren tot. Sich verlieben? Die einzig wahre, große Liebe gibt es doch nur im Film.

Um sie bei der Erfüllung ihrer Ziele zu unterstützen, hat ihre Mutter Brett mehrere Briefe hinterlassen. Wütend, enttäuscht und verletzt liest Brett den ersten Brief – und ist überwältigt von der liebevollen und fürsorglichen Nachricht ihrer Mutter, die gespürt hat, dass Brett in ihrem Leben nicht glücklich ist. Die Briefe ihrer Mutter rufen Brett dazu auf, ihre Träume nicht aufzugeben und ihr Leben in die Hand zu nehmen – denn nur sie selbst kann es ändern …
Kann Elizabeth ihrer Tochter dabei helfen, sich selbst wiederzufinden?

"Eine wunderschöne, berührende Geschichte, die uns daran erinnert, dass das Leben da ist, um wirklich gelebt zu werden." Cecelia Ahern

Im Prinzip kann ich diesen schönen Roman nur loben. Die Autorin hat einen schönen, leichten Schreibstil, der ebenso wie der perfekt gewählte Anfang den Einstieg ungemein erleichtern. Man wird sofort mit der Hauptprotagonistin Brett bekannt gemacht, stürzt in ihre Gefühlswelt, die nach dem Tod ihrer geliebten Mutter natürlich vollkommen durcheinander ist. Abgesehen von ihrem bescheuerten Namen (Es tut mir wirklich leid, die Amerikaner haben vermutlich kein Problem mit dem Namen, aber ich persönlich muss da nun mal immer an ein schnödes Stück Holz denken, Sorry!) ist sie eine recht nette, junge Frau, die sich allerdings leider leider in der Bequemlichkeit verkriecht, die sich selbst einredet glücklich zu sein, sie ist ein kleines bisschen weinerlich und feige, aber wir haben ja alle unsere Schwächen. Wenigstens ist sie kein immer glückliches Honigkuchenpferd, ihre Emotionen kommen echt und authentisch rüber, sie ist nachvollziehbar, sympathisch und wächst einem ans Herz. Und vor allem macht sie im Laufe der Geschichte eine gewaltige Wandlung durch, natürlich mit der Hilfe ihrer Mutter, die ja leider gestorben ist, aber noch vor ihrem Tod alles in die Wege leitete um ihre geliebte Tochter in die richtige Richtung zu schubsen. Gut so, Elizabeth! Auch wenn ich die von ihr gesetzte Frist, die Liste abzuarbeiten, viel zu kurz finde. Es ist fast schon unfair, von jemandem zu erwarten, er solle sich innerhalb eines Jahres die Liebe seines Lebens suchen, weil man sowas einfach nicht erzwingen kann! Also ehrlich, wo sie doch sonst so eine intelligente Frau ist!... beziehungsweise... war... ihr versteht schon.
Aber ich kann sowieso alle Charaktere sehr gut leiden. Sie sind gut ausgearbeitet, keiner wirkt auf mich zu blass. Brett kann sich wirklich glücklich schätzen, dass sie so gute Freunde (gefunden) hat. Sicherlich gab es für unsere Heldin Höhen und Tiefen, die sich klar abzeichnen und die Liste ist ein brillanter Aufhänger und roter Faden, der sich durch das gesamte Buch zieht.
Jetzt fragt ihr euch sicher: Wenn sie in so hohen Tönen von dem Buch spricht, warum beträgt die Wertung nur Dreieinhalb? Eigentlich wollte ich erst Drei geben, aber dann erschien mir das zu wenig. Dann wollte ich vier geben, aber das erschien mir dann wieder zu viel. Denn eigentlich mag ich diese halbe Dinger nicht.
Aber ich wollte ja zum Negativen kommen:
Der klitzekleinste Aspekt auf dieser Seite ist ein bisschen Brett's Unentschlossenheit, die hat ganz manchmal ein ganz klein bisschen genervt.
Aber was diesen riesen Punktabzug eingebracht hat war eigentlich die Vorhersehbarkeit.
Ich weiß ja nicht, ob ich damit alleine bin, aber ich fand den Roman extrem absehbar, Tut mir ehrlich leid, aber ich hätte mir wirklich ein paar Überraschungen und BAM!-Da-schauste'-was?-Momente gewünscht, wenn ihr versteht was ich meine. Denn dadurch, dass man schon vorraussehen konnte, was passiert, sobald man Brett ein wenig kannte, war fast die ganze Spannung raus, was ich echt schade fand. Denn ich denke, die Autorin hat wirklich Einfallsreichtum erwiesen und dass die Geschichte recht viel Potential hat.
Ich liebe das Cover! Das tiefe knallige Rot und das helle Blau haben eben so einen hell-dunkel Kontrast. Und wenn man sich den Titel (der übrigens irgendwie total genial klingt^^) ansieht "Morgen kommt ein neuer Himmel", dann passen dieser und das Cover einfach perfekt zusammen! Denn wenn morgens die Sonne aufgeht, dann sind oft an diesem hellen, blassblauen frühmorgendlichen Himmel noch ein paar funkelnde Sternchen zu sehen. Somit erscheint mir der abgebildete Himmel, ein Morgenhimmel zu sein - man bemerke die Parallelen zum Titel? xD Abgesehen davon, dass in den Worten auch noch eine Bedeutung steckt. Jeden Morgen sieht der Tag anders aus, jedes Wolkenbild ist einzigartig und einmalig - das muss man sich mal vorstellen. In sofern gibt es jeden Morgen einen neuen Himmel. Und am Morgen wacht man ja auch - für gewöhnlich - immer auf. Und das ist wieder eine Verbindung zum Inhalt es Buches, damit meine ich, dass die Hauptprotagonistin Brett von ihrer Mutter wachgerüttelt wird, aus dem ungesunden Schlaf, welchen die Unglücklichen träumen, und nichts dagegen tun. Wenn ich da jetzt nicht zu viel interpretiere^^


Hier seht ihr nochmal zwei Cover mit dem Originaltitel. Ich finde alle schön (: Allerdings gefällt mir von den Farben her dann doch eher das rechte, amerikanische Cover besser.
Ein wirklich, wirklich tolles Buch, keine Frage! Es steckt voller Emotionen, ich habe es gern gelesen! Aber wie gesagt - Die Spannung fehlte für mich leider :/ Das ergibt alles in allem vier Seifenblasen. Zunächst war ich ziemlich hin- und hergerissen zwischen drei und vier, da es zwar wie gesagt ein schönes Buch ist, aber mich nicht so richtig fesseln und begeistern konnte...



Hiermit euch allen da draußen ein ganz, ganz schönes Wochenende! (:
Zauberhafte Grüße von der Verrückten!
Natalie



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