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Donnerstag, 27. November 2014

Rezension zu "Pinguine lieben nur einmal" von Kyra Groh



Titel: Pinguine lieben nur einmal
Autor: Kyra Groh
Preis: 9,99€ [Taschenbuch]
Seitenanzahl: 384
Meine Wertung: Fünf Seifenblasen
Verlag: blanvalet
ISBN: 978-3-442-38044-2
Will ich kaufen!


Gehen wir auf deine oder meine Eisscholle?

Felicitas (nur ihre Mutter nennt sie so, ihre Freunde sagen Feli zu ihr) ist kompliziert. Ordnung findet sie überbewertet. Deshalb hat sie auch kein Bücherregal. Und sie schämt sich nicht dafür, dass sie süchtig nach dem sat1 „Family Movie” am Dienstag ist, der so schön vorhersehbar ist – Happy End garantiert! Denn leider passiert es nicht oft, dass die Dinge so laufen, wie sie das gerne hätte. Lange dachte Feli, dass es Prinzessinnen-und-Prinz-auf-weißem-Ross-Beziehungen nur im Fernsehen gibt – bis sie Janosch vor die Füße fällt … Und so fangen doch die großen Liebesgeschichten an oder etwa nicht?

"Letztlich brauche ich einen Partner, der die Kompromissbereitschaft besitzt, meine Kompromissunfähigkeit kompromisslos zu akzeptieren"
S. 19



Kyra Groh, geboren 1990, lebt in Seligenstadt und hat in Gießen Geschichte und Fachjournalistik studiert. Zur Zeit arbeitet sie als Werbetexterin.



"Süße Liebesgeschichte mit manch überraschender Wendung." (MISS – Die junge Wienerin zu "Pinguine lieben nur einmal")
Auf den Punkt gebracht: Ich hab mich tot gelacht!
Zugegeben, der Klappentext und auch das Cover haben mich jetzt nicht so angesprochen (Und lassen wir hierbei die Frage, warum ich es dann überhaupt gelesen habe außen vor *hust*). Aber schon der Prolog hat mich hellauf begeistert! Kyra Groh hat so einen lockeren, leichten Schreibstil, aus jedem Wort springt einem Heiterkeit und Humor nur so entgegen und die ganze Geschichte ist einfach zuckersüß und leicht zu lesen. Ich hab das Buch beinahe in einem Stück durchgelesen, was einerseits daran lag, dass man die ganze Zeit auf ein weiteres Missgeschick von der armen Feli warten durfte und andererseits, weil beim Lesen die Zeit einfach im Flug verging! Die Unterteilung in Akte und Kapitel war toll, sehr kreativ und schon die Beschreibung der auftretenden Personen in jedem Akt und die Kapitelüberschriften waren zu komisch. Und zudem wurde damit nochmal die Verbindung zum Prolog und damit zum Kern der Geschichte hergestellt: Die Beziehung zwischen kitschigem Liebesfilm, wo jeder anfangs schon das Ende weiß, und dem wahren Leben. Diese Idee hat mir sehr gut gefallen.
Und auch die Protagonisten waren mir durch und durch sympathisch. Auch wenn Janosch ziemlich rüpelhaft und nicht ganz so einfühlsam zu sein scheint, ist er dennoch ein guter Kerl. Er sollte zwar öfter mal Klartext reden, aber durch seine humorvolle Art und sein sicheres Auftreten muss man ihn einfach lieben. Zumal er es mit seiner Blindheit und die dadurch entstehenden Umstände nicht gerade leicht hat.
Cem - ich liebe Cem. Feli's schwulen Mitbewohner. Es ist zwar manchmal ein bisschen brummig, aber ich denke er ist der BESTE schwule, türkische Mitbewohner, den man kriegen kann.
Und Felictias, unsere liebe Hauptprotagonistin. Sagen wir mal, das Chaos in Person, ziemlich tollpatschig und ungeschickt und ein wenig selbstzweifelzerfressen. Also, im Grunde so wie ich...^^
Sie stolpert von einer Peinlichkeit in die andere, allerdings meistert sie diese durch ihr tolle Art immer ganz fantastisch, zumindest meine ich das.
Und sie hat ziemlich viele Macken, zum Beispiel ihre Eigenarten mit dem Aufräumen und dem Einkaufen, dem Musik hören und dem Einschlafen. Aber genau diese machen sie auch gemeinsam mit ihrer Herzlichkeit und ihrem Sinn für Humor so liebenswert!
Die Geschichte selbst ist alles andere als langweilig, hält viele Überraschungen bereit, aber leider bedient sie sich einigen Klischees und ist manchmal ein wenig zu vorhersehbar. Aber auch nur ein klitzekleines bisschen.
Also ich muss ganz ehrlich sagen, dass Cover gefällt mir von wenig bis gar nicht. Also der Pinguin ergibt ja noch Sinn. Aber dann der hingekritzelte Wagen-Schieb-Dingens und der Maulwurf? Hä? Ich meine, klar, wahrscheinlich wegen Janosch, der halt, ähm, blind ist und Maulwürfe ja auch nicht so gut sehen, aber irgendwie passt das gar nicht, vor allem wenn man bedenkt, dass der Pinguin ein Foto ist und der Rest gezeichnet. Hm. Naja.
Auffallen tut es jedenfalls durch seine knalligen Farben.
Alles in allem bin ich positiv überrascht: Dieser süße Liebesroman sprüht vor Geist, Witz, Charme und Intelligenz und ich persönlich würde ihn als kleinen Schatz bezeichnen. Einfach nur niedlich!




Ich danke ganz, ganz, GANZ herzlichst BLOGG DEIN BUCH und dem blanvalet Verlag von der Verlagsgruppe Random House (Ist euch mal aufgefallen, was das für ein riesen Verlag ist?!) für dieses Rezensionsexemplar!


Und euch da draußen alles, alles Liebe!
Natalie

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