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Montag, 1. Dezember 2014

Seifenblasenadventskalender: 1. Türchen



"Christmas is not a time nor a season, but a state of mind. To cherish peace and goodwill, to be plenteous in mercy, is to have the real spirit of Christmas."

- Calvin Coolidge


Guten Morgen an alle!


Heute ist der große Tag - das erste Türchen unseres Seifenblasenadventskalenders wird geöffnet... Was mag sich wohl dahinter verbergen?


Weihnachten ist nicht mehr allzu weit entfernt, die Geschäfte sind bereits schon öfter mit vielen Menschen gefüllt, die schon die ersten Vorbereitungen treffen wollen, bevor der alljährliche Trubel um das Weihnachtsfest erst richtig startet und es wird wieder ziemlich früh dunkel draußen.
Ebenso wird es langsam bereits kälter und mancherorts ist bestimmt auch schon der erste Schnee gefallen...
Die Lebkuchen und Schokoladennikoläuse stehen schon lange in den Geschäften und die ersten Lichterketten und Weihnachtskugeln zieren schon die Häuser - ja,die Weihnachtszeit steht vor der Haustür.
Ich habe schon einen Plätzchen-Back-Marathon hinter mir (die, die ich schon probiert habe, schmecken super und sehen richtig gut aus!) und überall Mehl- und Schokoladenspritzerspuren hinterlassen... Habt ihr auch schon fleißig gebacken? Wenn nicht, wartet bis zu unseren tollen Rezepten, die in den kommenden Türchen versteckt sind :-)

Bald ist Weihnachten.

Doch wie sieht es eigentlich anderswo aus?
Wir wissen doch mittlerweile gut genug, wie Weihnachten hier bei uns abläuft - aber anderswo? Hm. Also wir selbst haben darüber nur spärliche Kenntnisse. Deswegen haben wir für euch und uns mal kräftig über ein paar Länder und ihre Weihnachtsbräuche informiert.
Dafür haben wir folgende Fragen formuliert, die wir zu beantworten versuchen:

  1. Wann wird in den anderen Ländern Weihnachten gefeiert und vor allem, 
  2. wie wird dort Weihnachten gefeiert?
  3. Gibt es bestimmte Traditionen?
  4. Kommt anderswo das Christkind, der Weihnachtsmann oder doch jemand anderes?

Zuerst einmal schauen wir, wie es bei unseren Nachbarn, den Holländern, so ausschaut...


Die Bescherung

In den Niederlanden werden normalerweise traditionell an Nikolaus und nicht an Weihnachten, dem 6. Dezember, die Kinder mit Cadeautjes (Geschenke) von Sinterklaas beschenkt.
Doch bei vielen Niederländern werden die Kinder teilweise auch oder nur an Weihnachten beschenkt.

Die Kirche

In Holland ist es ebenfalls Tradition, an Heiligabend op kerstavond  und am ersten Weihnachtstag op eerste kerstdag in die Kirche zu gehen. Auch wie hier in Deutschland gibt es zu diesem Anlass besonders gestaltete Gottesdienste, zum Beispiel mit Chören.

Das Festessen

An Kerstmis (Weihnachten) sind die Niederländer gerne bei ihrer Familie, deshalb fahren sie gerne am 25. und 26. Dezember zu ihr, wo zu dem weihnachtlichen Anlass traditionsreiche Gerichte mit Wild oder Rindfleisch auf dem gedeckten Tisch nicht fehlen dürfen. Ebenso beliebt sind Fondue und gourmetten (das Grillen von Fleisch und Gemüse in kleinen Pfännchen am Tisch).



...Sowie bei den Franzosen einen kleinen Zwischenstopp einlegen...

Die Bescherung

In Frankreich werden die Kinder, wie hier, am 24. Dezember beschenkt - während nun die ganze Familie bei der Mitternachtsmesse ist, kommt der Père Noel (Weihnachtsmann) heimlich ins Haus geschlichen und sucht die Krippe, die traditionell im Wohnzimmer steht. Dort haben die Kinder ihre geputzten Schuhe aufgestellt, in die der Weihnachtsmann die Geschenke versteckt.

Die Kirche

Das Weihnachtsfest wird in Frankreich mit der sogenannten Messe de Minut (Mitternachtsmesse) oder Weihnachtsmesse begonnen. Somit feiern die Franzosen die Geburt Christi. Danach beginnt der eigentliche Höhepunkt des Abends.

Das Festessen

Die Familien kehren nach der Messe traditionell in ein Restaurant ein oder bleiben zu Hause, wo dann der aus sieben Gängen und 13 Desserts bestehende Réveillon beginnt. Dieses Essen ist bei unseren Nachbarn der Höhepunkt des Abends, wie bereits erwähnt, und alle haben gemeinsam Freude und Spaß - so kann es auch einmal schnell passieren, dass dieses Essen über mehrer Stunden hinausgeht.



....Und nun schnell nach Spanien!

Die Bescherung

Traditionell wird am 6. Januar in Spanien die Bescherung gehalten und die Heiligen Drei Könige an Stelle eines Weihnachtsmannes oder Christkindes die Kinder beschenken. Doch war ein Kind im Jahr unartig, so wird es nur mit Kohlestücken beschenkt.
Zur Feier der Ankunft der Heiligen Drei Könige werden diese außerdem am 5. Januar bereits in vielen spanischen Städten in Form von Umzügen gefeiert, die einen kleinen Höhepunkt bilden.
Doch seit den 80er Jahren verbreitet sich zunehmend in Spanien unsere Weihnachtstradition und somit werden viele Kinder schon an Heiligabend beschenkt oder erhalten an diesem Abend schon ein kleines Geschenk. Auch setzt sich mittlerweile die Tradition mit dem Weihnachtsbaum und dem Weihnachtsmann dort mehr durch.

Die Kirche

Um Mitternacht beginnt in Spanien die Misa del Gallo (Messe des Hahns) statt, welcher die Geburt Jesu als erster verkündet haben soll. In der ländlichen Gegend und in kleineren Städten versammeln sich die Menschen oft nach der Messe, um gemeinsam Weihnachtslieder zu singen, wobei es Feuerwerk gibt und auch gerne bis in die frühen Morgenstunden hineingefeiert wird.

Das Festessen

Am 24. Dezember in Spanien, der Noche Buena (heilige Nacht), versammelt sich die ganze Familie zu einem ausgewogenen Abendessen. Eine spanische Weihnachtsspezialität ist das Turron, welches aus gerösteten Mandeln, Zucker, Honig und Eiern hergestellt wird und bei diesem Festessen natürlich nicht fehlen darf. Nach dem Essen wird die Urne des Schicksals auf den Tisch gestellt. Darin befinden sich viele kleine Geschenke, aber auch Nieten, deshalb zieht dann jeder solange, bis er ein richtiges Geschenk bekommen hat und keine Niete.


Das beste kommt zum Schluss: Weihnachten bei mir zu Hause.


Die Bescherung

Im Kindesalter schaute jedes Jahr an Heiligabend das Christkind bei uns vorbei und legte still und heimlich die Geschenke für die Familie unter den Weihnachtsbaum, während wir meistens spazieren waren. Dass das Christkind letztendlich doch keine Geschenke brachte, sondern meine Eltern, habe ich allerdings ein paar Jahre später relativ gut verkraftet, als ich es erfahren habe :) Ich muss sagen, ich kann mich leider gar nicht mehr daran erinnern, wie das Christkind aufgeflogen ist... Doch trotzdem habe ich weiterhin jedes Jahr kurz vor Weihnachten fleißig Wunschzettel geschrieben - und meine liebsten Wünsche wurden doch erfüllt; eben nur von meinen Eltern.

Die Kirche

Alle Jahre wieder gehen wir mit der Familie gemeinsam in die Kirche, welche meist so überfüllt ist, dass man schon mindestens eine Stunde vorher dort sein muss, wenn man nicht später stehen möchte^^ Der Weihnachtsgottesdienst ist zwar jedes Jahr dem vorherigen recht ähnlich: jedes Jahr Krippenspiel, jedes Jahr Weihnachtslieder, jedes Jahr eine überfüllte Kirche und jedes Jahr von Neuem sehe ich fast nichts mit meinen 1,60m. 
Doch ich gehe trotzdem am liebsten an Weihnachten in die Kirche - allein schon, um meine liebsten Weihnachtslieder laut und schief mitsingen zu können :)

Das Festessen

Tja. Bei uns gibt es leider keine Tradition an Weihnachten, was das Essen anbelangt. Mal essen wir bei meinen Großeltern, mal gibt es etwas Leckeres bei uns zu Hause.
Ich bin zwar ein großer Fan von Traditionen, aber ich finde es an Weihnachten gar nicht mal so schlimm, dass es dann bei uns so gut wie nie eine Weihnachtsgans gibt - ist eh nicht so mein Fall. 




Als Fazit kann man sagen: Weihnachten bleibt Weihnachten, egal wo man auf der Welt ist.
Doch jedes Weihnachten ist völlig anders; nicht nur von Land zu Land, sondern auch innerhalb eines Landes - ich bin mir sicher, dass mein Weihnachten sich ziemlich von eurem Weihnachten unterscheiden wird, denn jeder feiert einfach sein Weihnachten anders und so, wie er es am liebsten mag - mal mehr, mal weniger traditionslastig.
Außerdem macht Weihnachten auch die Menschen aus, die es feiern - so ist ein Weihnachten im kleinen Kreis doch gleich viel mehr intim und vertraulich, als eine große Weihnachtsfeier mit mehr als 30, 40 Leuten, die alle laut durcheinander plappern, der Hund heimlich die Gans verbuddelt, die Kinder sich an den Haaren ziehen und sich den Nachtisch ins Gesicht schmieren und die Geschwister sich im Klinsch liegen, weil die Älteste ihre Kinder nicht im Griff hat und der Vater einen Herzinfarkt bekommt, da er einen zu viel auf seine Familie getrunken hat... Naja, mal den Scherz bei Seite:
Jedes Jahr ein anderes Weihnachten und jedes Jahr auf ein neues.



Liebe Grüße und einen wunderschönen 1. Dezember, 
Eure Tina

Kommentare:

  1. Hallo ihr Lieben,

    süße Idee und wirklich interessant!

    Sieben Gänge, dreizehn Desserts - wieso überrascht mich das nur nicht? xD Einmal in Frankreich gewesen und bleibende Eindrücke gewonnen ... ^^

    Ich wünsche euch eine schöne Adventszeit! ♥♥
    Dana

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    1. Hey du :)
      Ich habe mich nur gefragt, wie man so viele Gänge überleben kann xD Da kann man einen doch anschließend zur Tür hinaus rollen...
      Ich wünsche dir auch eine wunderschöne Adventszeit und ein frohes Fest :)

      Liebste Grüße,
      Natalie und Tina :3

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Huhu lieber potenzieller Kommentarschreiber (:

Immer nur her mit deiner persönlichen Meinung, wir freuen uns über Feedback aller Art, also nur nicht so schüchtern, sei ehrlich ;)

Wir wünschen dir noch alles Liebe und freuen uns auf deinen nächsten Besuch!

Bis Bald,
Deine Natalie und Tina