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Samstag, 6. Dezember 2014

Seifenblasenadventskalender: 6. Türchen


A gift consists not in what is done or given, but in the intention of the giver or doer.” 
― Seneca

Meine Lieben - einen ganz zauberhaften Dezembersamstag haben wir heute und zudem öffnet sich das sechste Türchen unseres Adventskalenders! Also freut euch gefälligst! :D
Nein, im Ernst, zumindest ich bin blendender Laune, was natürlich an der Vorweihnachtszeit liegt, die gerade erst begonnen hat, aber mich schon voll und ganz gefangen hält. Alles glitzert und funkelt und duftet und die ganzen wuselnden Menschen, die ihre Atemwölkchen mit sich rumtragen und vom grauen Himmel erdrückt die Straßen entlang hetzen, machen mich selbst ganz aufgekratzt und ich kann an nichts anderes mehr denken als an Weihnachtsgeschenke. 
Seit Wochen, Nein, Monaten schon überschlage ich in meinem Kopf meine Ersparnisse, sammle Ideen, mache Listen und Brainstorming, Material, Zeitaufwand, Kosten, Prioritäten, Kreativität. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber für mich ist das Schenken an Weihnachten das Schönste. Das klingt jetzt vielleicht komisch und nun ja, das bin ich auch, aber mit Geschenken kann man so viel ausdrücken, so viel Dankbarkeit, Liebe und Freundschaft und so viel geben: Vertrauen, Freude, man zeigt, dass man die Person so sehr liebt, dass man sich den Kopf zerbrochen hat, wie man ihr genau das zeigen kann. 
Im Allgemeinen wird Weihnachten als Fest der Liebe angesehen und in meinem Kopf ist schenken nichts anderes als eine Art, dieser Ausdruck zu verleihen. Man gibt etwas, ein Stück seiner eigenen Zeit, seines eigenen Herzblutes und das, ohne eine Gegenleistung zu verlangen. Man gibt, damit die anderen glücklich sind, damit sie sich freuen, damit sie sich wertvoll fühlen, damit sie wissen, jemand denkt an sie, damit sie wissen: Du bist jemandem wichtig. Und jeder sollte sich so fühlen, speziell an Weihnachten, einem Tag, mit dem schon allein durch die Geschichte so viel Glück und Grund zur Freude zusammen hängt. 
Heute würde ich euch gerne inspirieren, Freude und Liebe weiter zu geben mit einer kleinen Mischung aus DIY und Backen.

Denn heute ist Nikolaus, ein Feiertag um dem Bischof Myra zu gedenken, dessen Geschichte wir es zu verdanken haben, dass am sechsten Dezember traditionsgemäß an die Kinder etwas verschenkt wird. Meiner Meinung nach ein toller Brauch und nach der Meinung der meisten Kinder vermutlich auch.
Ich selbst wollte meinen Freunden also heute gerne auch etwas schenken - Nikolaus ist ein akzeptabler Anlass, da fragt wenigstens keiner, wofür das Geschenk ist. Man kann Menschen nämlich durchaus auch einfach so etwas schenken, wenn auch nur etwas kleines.

Ich hab dazu in der Küche gewerkelt und möchte euch nachdem ich euch nun so lange die Ohren zugequatscht habe das Rezept vorstellen. Worum geht es?

LEBKUCHEN

Dafür habe ich ein bisschen im Internet nach einem Rezept gestöbert und mich für eines von der Seite chefkoch.de entschieden, der Autor heißt romazotti, hier der Link -> Rezept

Zunächst die Zutaten, die benötigt werden:

250 g Honig
250 g brauner Zucker
150 g Butter
100 g gemahlene Mandeln
400 g Roggenmehl
1 TL Zimt
2 TL Lebkuchengewürz
1 EL Kakaopulver
1 Ei
1 TL Pottasche
2 EL Rum oder Wasser
2 EL Zitronensaft
150 g Puderzucker

Ich habe jetzt die doppelte Menge genommen, wie hier angegeben, allerdings war das dann wirklich sehr viel Teig. Je nachdem für welche Zwecke ihr den Lebkuchen braucht, reicht aber eigentlich schon diese Menge aus.

Für alle, die dieses Rezept nachbacken wollen, und ich kann es wirklich nur empfehlen, denn bis jetzt bekam ich nur positives Feedback, plant genug Zeit ein! Ich saß jetzt vier Abende an meinem kleinen Backprojekt, allerdings liegt das eher daran, dass ich mehrere Häuschen gebaut habe. Ich denke normal sind zwei Tage einzuplanen.

Zum Rezept:
Den Honig mit dem Zucker und der Butter in einem Topf unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Anschließend vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Ich habe es in der Zwischenzeit nach draußen gestellt, bei den Temperaturen kühlte das Gemisch eigentlich recht schnell ab.

Mandeln, Mehl, Zimt, Lebkuchengewürz, Kakaopulver und das Ei dann zur Honigmischung geben. Die Zutaten mit den Knethaken des Handrührgeräts oder in der Küchenmaschine gründlich durchkneten. Der Teig ist wirklich zu diesem Zeitpunkt sehr zäh. Ich hatte blöderweise noch nie mit den Knethaken gearbeitet und die normalen Aufsätze genommen - und das hat sehr schlecht funktioniert. Das Handrührgerät hat nach einiger Zeit angefangen zu qualmen, so sehr mussten sich die Aufsätze da durch quälen, da der Teig so schwer und klebrig war, zumal ich eine gigantische Schüssel damit voll hatte. Meine Mutter konnte das dann irgendwann nicht mehr mit ansehen und hat unsere Küchenmaschine heraus geholt - und das empfehle ich euch auch, sofern ihr eine habt, oder meinetwegen einen Mixer oder dergleichen.
Dann wird die Pottasche mit dem Rum oder dem Wasser verrührt, hier habe ich Wasser genommen, bis sich diese vollständig aufgelöst hat. Ebenfalls zum Teig geben und unterkneten. Den Teig nun auf höchster Stufe so lange weiterkneten, bis er glänzt und nicht mehr klebt. Eventuell etwas Mehl dazugeben, falls der Teig noch zu weich und klebrig ist. Er soll fest und formbar sein. 
Nun Ja, bei mir war er das absolut nicht, egal wie viel Mehl ich dazu gegeben habe. Also ich würde glatt behaupten, es ist erstmal normal, dass der Teig so extrem klebrig ist. 
Denn nun wird der Teig abgedeckt und für mindestens vier Stunden zum Ruhen beiseite gestellt, länger ist jedoch besser, am besten über Nacht, so habe ich es auch gemacht und am nächsten Tag sah der Teig schon ganz anders aus. Er war wesentlich weniger klebrig, allerdings immer noch sehr schwer, aber das muss bei Lebkuchenteig wohl so sein.
Auf 180° Ober-/Unterhitze erstmal den Ofen vorheizen und danach geht es ans Ausrollen des Teiges. Die Arbeitsfläche und das Nudelholz sollten immer eingemehlt sein, sonst klebt der Teig zu sehr. Dieser sollte ungefähr fünf Millimeter dick sein.
Und jetzt könnt ihr kreativ werden! Denn aus dem Teig könnt ihr Formen ausstechen, wie bei Plätzchen, oder was weiß ich für Formen ausschneiden. Ich wollte jetzt wie gesagt Lebkuchenhäuschen backen, aber eher kleine, da sie ja kleine Aufmerksamkeiten für verschiedene Leute werden sollten. Also habe ich mir überlegt wie groß ich meine Häuschen haben will und dann die einzelnen Teile abgemessen, zunächst mit dem Lineal und danach habe ich die schon ausgeschnittenen Formen als Schablone genommen. 



Ihr müsst euch selbst überlegen, wie groß ihr euer Haus haben wollt und auch welche Form es haben soll. Es gibt ja auch welche, wo das Dach bis zum Boden geht, dann braucht man weniger Einzelteile, aber das wollte ich nicht.

Im Rezept steht, die Lebkuchen müssen 10 Minuten lang in den Ofen, dass es aber länger werden kann. Ich hatte sie jetzt jeweils 15 Minuten drin und das war genug. Es kommt natürlich auch darauf an, wie groß und/oder dick deine Lebkuchen sind.
Wenn der Boden braun ist und oben noch weich, ist der Lebkuchen eigentlich fertig, dann muss er nur noch vorsichtig vom Blech gelöst werden, und zum abkühlen auf ein Kuchengitter oder dergleichen gestellt. Ich habe den Lebkuchen wieder über Nacht stehen lassen.

Für den Guss den Puderzucker mit Zitronensaft glatt rühren, ich habe die Menge jetzt Pi mal Daumen geschätzt, man muss einfach schauen, wie dickflüssig er wird. Er sollte eher nicht vom Löffel tropfen, damit es besser klebt. Im Internet gibt es auch sehr viele andere Rezepte dafür, viele mit Eiweiß anstatt Zitronensaft. Ich habe auch gelesen, dass der Guss mit Eiweiß besser als Klebmasse her hält beim zusammenbeppen der unterschiedlichen Teile. Ob das stimmt kann ich jetzt nicht sagen, denn ich habe die Variante mit dem Zitronensaft angerührt.
Entscheidet euch einfach, was euch wichtiger ist - die Optik oder der Geschmack? Denn ich muss schon zugeben, dass das ein bisschen Plackerei war, die Häuschen zusammen zu setzen. Allerdings schmeckt der Guss aus Zucker und Zitrone einfach fantastisch und ich kann mir nicht vorstellen, dass das mit Eiweiß genauso ist. 

Zunächst also habe ich das untere des Hauses zusammen gesetzt und das Dach erst einmal weggelassen, da das ja leicht runter rutschen kann. Am nächsten Tag war das dann getrocknet und hielt eigentlich ganz gut. Dann kamen die Dächer drauf. Blöderweise stimmten nur meine Abmessungen nicht mehr so ganz, da der Lebkuchen ja beim Backen ein bisschen aufgeht, aber es ging ja trotzdem halbwegs. Nur meine schönen Schornsteine konnte ich nicht auf die Dächer setzen, sie waren einfach zu groß, es sah furchtbar aus, was ich eigentlich sehr schade finde. So ein Schornstein macht das ganze noch lebendiger. Ich hatte mir halt so schön überlegt, wie man oben noch Zuckerwatte reinstopfen könnte, die dann aussieht wie Rauch...

Jedenfalls könnt ihr nun mit der eigentlichen Sauerei anfangen, dem Verzieren der Häuschen. Nehmt dazu mehr Guss, der soll den Schnee darstellen, Kuchenglasur, Zuckerschrift, Streusel oder Raspel, eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!


Ich muss zugeben, diese kleinen Bruchbuden sind kein Meisterwerk, aber ich habe mir Mühe gegeben, wirklich. Ich hoffe einfach, ich kann einigen Menschen mit dem Schrott eine Freude machen :D
Also musste der Mist natürlich hübsch verpackt werden! Ich hab durchsichtige Geschenkfolie genommen, beziehungsweise welche mit Sternchen und "Frohe Weihnachten" Schriftzügen drauf, da wir keine anderen mehr hatten...
Oben musste das ganze dann nur zusammengefasst werden und ordentlich verschnürt mit hübschen Bändern. Ich habe jetzt unterschiedliche genommen und welche, die ein bisschen zu den Smarties passten, allerdings rate ich davon ab für sowas zehn Millionen Bänder zu kaufen. Ich habe meine Reste verwendet, die ich irgendwann mal um leere Geschenkpapierrollen gewickelt hatte, falls ich mal wieder was brauche - und voilà! Hier kamen sie zum Einsatz.
Zudem bekam jedes Häuschen eine kleine Karte mit persönlichem Text und einem kleinen Zitat, ebenfalls in verschiedenen Farben und zum Abschluss hängte ich an jedes Geschenk noch einen kleinen Anhänger, wie zum Beispiel kleine Sternchen, Glöckchen oder anderen passenden Krimskrams. Und damit sind meine Lebkuchenüberraschungen fertig!

Ich muss sagen, ich bin nicht unbedingt zufrieden, ich habe sie mir schöner vorgestellt, aber das war ja abzusehen.
Aber mein Ziel werde ich hoffentlich umsetzen, wenn ich morgen Nikolaus spiele und meinen Lieben die Leckereien überreiche: Dass sie sich freuen und der Lebkuchen schmeckt. Ich habe viel Zeit, Liebe und Geduld reingesteckt, auch wenn man das vielleicht nicht so sieht, und entstanden sind elf kleine Häuschen, neun davon zum verschenken und verpackt.


Was ist mit euch? Bekommt oder verschenkt ihr etwas zu Nikolaus oder ist das ein Tag wie in der andere? Ich bin gespannt (: Und wenn ihr ihn bis jetzt immer nur habt vorbei ziehen lassen hoffe ich, dass ich euch ein bissche Lust machen konnte, etwas kleines zu verschenken.
Also, allen einen ganz, ganz zauberhaften Nikolaus!
Eure Tina und Natalie


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Bis Bald,
Deine Natalie und Tina