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Donnerstag, 12. Februar 2015

Rezension zu "Ich und Earl und das sterbende Mädchen" von Jesse Andrews



Titel: Ich und Earl und das sterbende Mädchen [Originaltitel: Me and Earl and the Dying Girl]
Autor: Jesse Andrews
Preis: 14,99€ [Taschenbuch]
Seitenanzahl: 301
Meine Wertung: 3 Seifenblasen
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453267848
Will ich kaufen!


Ein Junge, der Filme dreht. Ein Mädchen, das stirbt. Eine Geschichte, die einen nicht mehr loslässt

Die Taktik des siebzehnjährigen Greg ist ganz klar: Sich möglichst aus allem raushalten, so übersteht man die Highschool-Jahre am besten, ohne in irgendeiner unliebsamen Clique zu stranden. Einzig mit dem zynischen Earl ist Greg befreundet – wobei »befreundet« es nicht ganz trifft. Earl und er haben vielmehr ein gemeinsames Projekt. Sie drehen Filme, in denen sie den Klassikern der Filmgeschichte nacheifern. Als Gregs Sandkastenfreundin Rachel an Leukämie erkrankt und Greg sich »um sie kümmern« soll, sieht er nur eine Chance, dem Auftrag nachzukommen und gleichzeitig seinen Prinzipien treu zu bleiben: Greg und Earl drehen einen Film für Rachel. Und irgendwann währenddessen kommt Greg dann doch aus der sicheren Distanz hinter der Kamera hervor und nimmt von Rachel Abschied …

»Jesse Andrews' Debütroman überzeugt durch Authentizität ohne Sentimentalität
-Focus Spezial, Ausgabe Dezember/Januar 2013/2014

»Jesse Andrews braucht den Vergleich mit John Green nicht zu scheuen; Originell, komisch und ungemein berührend!«
- Kirkus Reviews

Wie bei dem Titel nicht anders zu erwarten, handelt es sich um ein "Krebs-Buch". Ich beziehe mich jetzt einmal auf das Zitat aus der Focus Spezial, indem ich sage, das Buch ist wirklich authentisch. Und sentimental kann man es nun wirklich nicht nennen.
Allerdings würde ich es auf keinen Fall mit John Green vergleichen. Zufällig habe ich "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ebenfalls gelesen, und die zwei Bücher kann man absolut gar nicht vergleichen, so verschieden sind sie. Finde ich jedenfalls.
Und wodurch dieser Roman für mich auf jeden Fall überzeugt, sind die Charaktere. Es ist verblüffend, wie Jesse Andrews es schafft einen Vollidiot wie Greg sympathisch erscheinen zu lassen. Und Ein Idiot ist Greg wirklich, ohne den armen Hauptprotagonisten schlecht machen zu wollen. Allerdings macht sich der Kerl selbst schlechter als er ist, ohne dabei verbittert zu klingen. Er hat sich einfach mit der Tatsache abgefunden, ein Trottel zu sein und beschwert sich nicht darüber. Er ist ehrlich und schonungslos, er sagt das, wovon er ausgeht. Allerdings ist er keineswegs wirklich so bescheuert, wie er selbst von sich denkt. Er versucht lediglich sein Leben auf die Reihe zu kriegen und in der heutigen Gesellschaft einigermaßen unbeschadet zu überleben. Seine stärkste Waffe dabei ist auf jeden Fall sein unschlagbarer Humor. Er ist niemals Ernst, reißt Witze und zieht alles ins Lächerliche, was aber meist eher ein Schutzmechanismus ist. Wie schon gesagt, er versucht einfach zu leben, Augen zu und durch und belügt sich dabei nicht selbst. Er ist außerordentlich intelligent - ebenso wie Earl und Rachel, und das, obwohl man es bei allen dreien irgendwie überhaupt nicht erwartet. Sie sind allesamt echt niedlich, jeder auf seine Art. Earl lässt den übellaunigen widerlichen, unnahbaren Schläger raushängen und hat es dabei nicht leicht im Leben. Allerdings ist er viel sensibler und emotionaler, als man annimmt. Und Rachel - Die arme, arme Rachel. Sie durchschaut Greg und Earl erstaunlich gut und schnell und hat den beiden Jungs unglaublich gut getan. Sie hat deren einigermaßen geregelt ablaufendes Leben durcheinander gewirbelt, wobei dieses in Wirklichkeit alles andere als geordnet abläuft.
Die Story an sich ist durch ihre Unoriginalität schon wieder originell. Es ist eine Geschichte, wie sie sich immer und überall ereignen könnte, alles ungeschminkt und ohne Schnick Schnack, das hat mir sehr gefallen.
Nur... Der Schreibstil. Mir ist klar, dass das wahrscheinlich absichtlich so ist, aber manchmal machte er mich kirre.
An dem finde ich nicht wirklich was auszusetzen. Es ist jetzt nicht das schönste der Welt, allerdings auch alles andere als hässlich und vor allem wenigstens passend.


Ist ja recht ähnlich, das Original



Ein schönes Buch, witzig, hat mich oft zum Lachen gebracht, mit Geist und Sinn. Toll!



Ich danke sehr, sehr herzlichst BLOGG DEIN BUCH und dem HEYNE fliegt Verlag. Vielen, vielen lieben Dank (:

Alles Liebe euch,
Eure todmüde Natalie
(Ehrlich, mir fallen andauernd die Augen zu, Ich könnte im Stehen einschlafen.)

Kommentare:

  1. Hi Natalie,
    ich finde es schade, dass sich alle "Krebsbücher" immer mit dem von John Green in einen Topf werfen lassen müssen. Schön zu lesen, dass dieses Buch sich hier wohl deutlich unterscheidet. Ich habe es schon lange auf dem Wunschzettel und deine Rezi überzeugt mich davon, dass es wohl genau nach meinem Geschmack ist :-) Das englische Cover gefällt mir persönlich besser.

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    1. Hey (: Ich kenne ansonsten glaube ich eigentlich nur noch "Bevor ich sterbe" und alle drei Bücher sind wirklich komplett verschieden, nicht zuletzt durch die grundverschiedenen Hauptprotagonisten. Lass dich überraschen :D
      Alles Liebe!

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  2. Ich fand das Buch auch wirklich großartig! Es geht an ein wirlich schweres Thema mit Humor und Leichtigkeit herum, ohne es aber dadurch herunterzuziehen. (:
    Alles Liebe, Jasi ♥

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    1. Ich finde der Humor macht es mit auch so authentisch, weil Humor ein wunderbarer Weg ist, mit "Schwierigkeiten" im Leben umzugehen :D
      Allerliebste Grüße! (:

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Huhu lieber potenzieller Kommentarschreiber (:

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Wir wünschen dir noch alles Liebe und freuen uns auf deinen nächsten Besuch!

Bis Bald,
Deine Natalie und Tina