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Samstag, 31. Oktober 2015

Rezension zu "Herbstflüstern" von Tanja Voosen



Titel: Herbstflüstern
Autor: Tanja Voosen
Preis: 3,99€ [D] eBook
Seitenanzahl: 327
Reihe: 2. Band 
Meine Wertung: Vier Seifenblasen
Verlag: im.press
Will ich kaufen!


Blonde Haare, lange Beine, blaue Augen… Wie wenig einen das im Leben weiterbringt, weiß Lucy spätestens, seit sie von ihrer großen Liebe Ben eiskalt abserviert wurde. Da hilft es auch nicht, dass er ständig vor ihrer Tür steht und alles erklären will. Und noch viel weniger, dass ihre große Schwester Taylor, ihre einzige Stütze, auf Reisen ist. Während jene total verknallt durch Amerika tourt, hält sich Lucy mit einem abendlichen Babysitterjob so fern von zu Hause, wie es nur geht. Und beobachtet Jasper, auch Mr Handsome genannt, der jede Nacht ein anderes Mädchen zum Weinen bringt. Bis Jasper sie eines Tages bemerkt...

Herbstflüstern ist nun der zweite Band von Sommerflüstern – jedoch geht es in diesem Teil um Taylors kleine Schwester Lucy.
Ich finde die Protagonistin Lucy eigentlich recht interessant, denn in „Sommerflüstern“ gewann ich den Eindruck, dass sie es generell einfacher in ihrem Leben hat, weil sie das Nesthäkchen der Familie ist, allseits beliebt sowieso vom Aussehen her einem Model ähnelt.
Doch nach und nach wird immer mehr klar, dass Lucy gar nicht so anders wie Taylor ist, die sich eigentlich immer von ihrer kleinen Schwester distanziert hatte. Lucy verfügt über eine ebenso „große Klappe“, wie ihre Schwester, und setzt diese auch gekonnt ein, um bei Jasper (und auch in anderen Situationen) nicht klein bei geben zu müssen.
Ich mochte sie, auch wenn ihre Sicht auf die Dinge manchmal ein wenig zu naiv erschienen und sie zu Beginn der Geschichte ziemlich in einer bemittleidet-mich-alle-mein-Freund-hat-mit-mir-Schluss-gemacht-Phase steckte. Das hat sich aber relativ zügig wieder gelegt, denn dann lernte sie Jasper näher kennen... Und später muss Lucy auch erkennen, dass sie und ihre Schwester sich gar nicht so unähnlich sind, wie beide immer angenommen haben.
Jasper, oder auch Mr.Handsome, ist das Bilderbuch-Arschloch schlechthin... Ich hätte ihm gerne mal sein dämliches Grinsen aus der Fre..., ähm, ja, gewischt^^ Aber... ich weiß echt nicht, warum, mag ich solche fiktive männliche Buchcharaktere... Denn eigentlich verzerren diese ihr Verhalten und Erscheinen nach Außen immer nur aus einem bestimmten Grund (oder Gründen), die es zu erfahren gilt... Natürlich auch bei Jasper. Stille Wasser sind bekannter Maßen eben tief... Beziehungsweise: Kotzbrocken müssen auch etwas Falsches gegessen haben, weshalb sie eben so sehr zum Kotzen sind (wenn ihr versteht, was ich meine *mit-Augenbraue-wackel-und-anzüglich-grins* Tina will auch einen netten eigentlich einfühlsamen und netten Kotzbrocken haben!

Tja, was gibt es noch zu sagen? Genau. Der Schreibstil behält natürlich auch in diesem Folgeband seine gewohnt locker-flockig-leichten Geschmack bei und lässt sich sehr flüssig lesen – was mir besonders gefällt: Tanja Voosen versucht nicht, einen auf „Die heutige Sprache der Jugend: Lehrbuch Nr. 1584; Kapitel 10 – Wie und wann wir sie richtig anwenden“ zu machen, sie kann es einfach, weil sie so ist, wie sie ist. Auch der von mir in den höchsten Tönen gelobte Humor und Sarkasmus kommt in diesem Band natürlich nicht zur kurz – ich lag mehr als einmal förmlich auf dem Boden vor Lachen (und das macht ein gutes Buch doch aus, nicht wahr? ;-))

Das Cover von diesem Folgeband ist stark an „Sommerflüstern“ angelehnt; hier überwiegen allerdings die blauen Farben. Wie ich finde, anfangs zumindest, passen blaue Farben ja eigentlich nicht zur Herbst-Jahreszeit, doch später habe ich erkannt, dass das Cover an eine bestimmte Pool-Szene im Buch angelehnt ist... und dann passt alles wieder^^

Resümierend (höhö, ein Fremdwort!) kann ich sagen, dass mich auch der zweite Band recht unterhalten hat und mir gefällt. Jedoch reicht er leider nicht zu 100% an den Ersten heran, da mir die Geschichte hier an einigen Passagen zu vorhersehbar konzipiert wurde und die Charaktere zwar sympathisch und witzig waren, aber zu stereotyp...
Alles in allem vergebe ich doch immer noch vier von fünf Seifenblasen!




 

Einen herzlichen Dank an Tanja Voosen und im.press für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

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